Bericht Rennwochenende - Paul Ricard 2013

Bereits der Wetterbericht kündigte für das Wochenende auf dem Hightech-Test-Track in Paul Ricard schwierige Streckenverhältnisse an. Untypisch für diese Region und die Jahreszeit war mit Regen, Wind und Kälte zu rechnen. Auch positives Denken konnte an den Witterungsverhältnissen nichts mehr ändern. Das bei der Anreise noch mediterrane Klima verschlechterte sich fast stündlich. Im Teamhotel, einem in die Jahre gekommenen Grand Hotel mit Blick auf das Meer kündigte sich der Wetterumbruch von Freitag auf Samstag mit schweren Regenfällen an, der jedoch am Morgen wieder nachließ.

Bereits auf der Fahrt, zur ca. 20 Kilometer entfernten, auf einer Hochebene liegenden Rennstrecke, wurde die Sicht zunehmend schlechter und endete mit Sichtweiten unter 50 Meter auf der Start-/Zielgeraden.

Verzögerung bis zum späten Nachmittag

Die Sättigungsmenge der Luft, also die maximale Wasserdampfmenge, die die Luft enthalten kann, war an diesem Tag definitiv erreicht und schien sich auch nicht mehr zu ändern. Kurzzeitig war die Zuschauertribüne auf der gegenüberliegenden Seite der Boxengasse zu erkennen und verschwand genauso schnell auch wieder in der Nebelwand.

Das bei solchen Sichtverhältnissen nicht mit einem Rennen zu rechnen war, verdeutlichten uns die verärgerten Radical Piloten, die einen Versuch starteten und bereits in der ersten Runde das Rennen wieder abbrachen. Teamchefs, Fahrer und Ingenieure waren sich einig, so etwas in vielen Jahren Rennbusiness noch nicht erlebt zu haben.

Start mit Verzögerungen

Nach langem Warten ging es dann gegen 15:00 Uhr schnell. Das Safety Car kam von einer Überprüfungsfahrt der Sichtverhältnisse zurück und gab die Rennstrecke frei für das 70 Minuten Rennen der International GT Open.

Mit einem deutlich verstärkten Fahrerfeld gingen beim Auftaktrennen insgesamt 24 Boliden aller großen Sportwagenhersteller an den Start. Ehemalige Formel 1 Piloten wie Giorgio Pantano, Andrea Montermini, Jan Magnussen und Luca Filippi (F1 Testfahrer) ließen keinen Raum für Fehler.

Mit einem guten Start und einer konstanten Leistung begann Steven Earle die Aufholjagd, und übergab Freddy Kremer bei dem Boxenstopp und Fahrerwechsel nach ca. 30 Minuten Rennzeit den Ferrari im Mittelfeld. Freddy Kremer, der bei Regen und schlechten Witterungsverhältnissen immer wieder durch eine starke technische Leistung glänzt, konnte sich auch diesmal um einige Plätze nach vorne kämpfen und beendete das Samstagsrennen mit einem ausgezeichneten 6ten Platz (Privatfahrerwertung) ohne Schäden am Auto.

Nicht ganz so gut ging es den Kessel Teamkollegen Bontempelli/De Marco, die das Rennen nach einem Crash mit einem Starken Heckschaden beenden mussten und per LKW zurück in die Box gebracht wurden.

Großes Lob an unsere Mechaniker, die diesen Schaden bis 01:30 Uhr wieder behoben hatten.

 

Rennen 2 – Sonntag

Auch das Sonntagsrennen war bei 10,7 Grad und nasser Fahrbahn eine Herausforderung für alle Fahrer. Nach einem guten Start kam es in einer der ersten Schikanen zu einer Schrecksekunde. Freddy Kremers Italia 458 wurde von einem Konkurrenten tuschiert, konnte den Ferrari aber stabil halten und sich in einer der folgenden Schikanen absetzten.

Trotz einem kurzen 360 Grad Dreher, auf der mit großen Auslaufflächen versehenen Rennstrecke, konnte das Fahrergespann Kremer / Earle, nach einen perfekten Wechsel und einer sehr guten fahrerischen Leistung  des Texaners Steven Earle, einen hervorragenden 5ten Platz (Privatfahrerwertung) nachhause bringen.

Sportlich gesehen ein erfolgreiches Wochenende mit vielen tollen Erinnerungen und Eindrücken!!!

 

Networking

Auch das Thema Networking kam an diesem Wochenende nicht zu kurz! Neben unserem Sponsor Jürgen Machat, dem Geschäftsführer der IFG Bamberg (www.ifg-bamberg.de) und dem Grafiker und Fotografen Steven Carnarius (www.stpc-design.com) waren die Eigentümer des Uhrenherstellers Breguet (www.breguet.com), Jakub Haunus von Elite Rent-a-Car und Anna K. Lipowska, Managerin eines internationalen Private Equity Unternehmens zu Gast bei der Kessel Racing Familie.