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Silverstone 4. - 7. Mai 2006

RENNBERICHT
SILVERSTONE 5. – 7. Mai 2006


Gastgeber für den Auftakt zur neuen Saison der European Ferrari Challenge Pirelli Trophy Serie war wieder einmal die englische Traditionsstrecke Silverstone, die auf ihrem 5,14 km langen Grand-Prix-Kurs nicht nur die neuen Ferrari F430 und 360 Modena sondern auch die Sportwagen-Prototypen der FIA GT Meisterschaft und die Maserati Trophy beim Silverstone Supercar Showdown begrüssen konnte.

Für Freddy Kremer stellt der Beginn der neuen Saison eine Herausforderung in zweifacher Hinsicht dar. Als amtierender Europameister muß er sich laut Reglement der Ferrari Challenge in der Profi-Klasse, der Trofeo Pirelli, mit arrivierten Rennfahrern messen. Darüber hinaus muss er sich die Erfahrungswerte des neuen Rennfahrzeugs, entwickelt für den Hightech-Rennsport, neu erarbeiten, analysieren und für die einzelnen Rennstrecken aufbereiten.

Bereits im ersten freien Training am Freitag morgen wurde der Schwerpunkt der Arbeiten für das erste Rennen definiert. Da die Strecke in Silverstone sehr uneben ist, gestalteten sich die Einstellungsarbeiten am F430 von Freddy Kremer äusserts schwierig. Während ein überwiegend hartes Setup gut für schnelle Qualifizierungsrunden war, mußte für die lange Distanz des Rennens eine andere Einstellung erarbeitet werden. Ebenso mußte die optimale Balance zwischen Fahrwerkseinstellung und Reifen gefunden werden. Im ersten Qualifying am Freitag mittag konnte daher nur Startplatz 12 herausgefahren werden. Beim zweiten Qualifying am Samstag morgen war trotz schnellerer Rundenzeiten nur Startplatz 13 drin. Kremers Rundenzeiten hätten in der Coppa Shell, die Serie der Gentlemen-Driver, locker für die Pole-Position gereicht. Doch in der Trofeo Pirelli ist der Wettbewerb unter den Rennfahrern ungleich grösser und härter. Zudem machte sich Kremers angebrochene Rippe bei diesen Streckenverhältnissen äusserst schmerzhaft bemerkbar und beeinträchtige seine Performance erheblich.

Pünktlich zum ersten Rennen am Samstag nachmittag setzte der berühmte englische Regen ein und warf alle bis dahin gewonnen Einstellungskenntnisse über den Haufen. Alle Ferrari F430 starteten auf den neuen Intermediate-Reifen, die vorher noch nie getestet wurden und die auch nicht der gewohnten Regenreifen-Mischung entsprach. Das Rennen wurde hinter dem Safety Car gestartet und schon zu Beginn drehten sich einige Autos von der Strecke. Kremer hatte einen guten Start und konnte zwei Positionen gutmachen, mußte aber dann aufgrund des starken Regens etwas zurückstecken und reihte sich nach 3 Runden auf Platz 15 ein. In der 27. Minute absolvierte Kremer vorschriftsmässig den Pflicht-Boxenstopp, während sich an der Spitze ein heftiger Zweikampf zwischen dem Holländer John Bosch, dem Engländer Ross Kaiser und dem Franzosen Ange Barde entwickelte.
Kurz vor Ende des Rennens beendete Kaiser sein Rennen in der Mauer und Freddy Kremer konnte so einen Platz nach vorne rücken. Insgesamt wurde Kremer im ersten schwierige Rennen mit dem 12. Platz belohnt.

Da die Wetterbedingungen für das zweite Rennen am Sonntag morgen ziemlich instabil waren, wurde zunächst auf Regenreifen gestartet. Kremer hatte einen guten Start und kam als Zwölfter aus der ersten Runde zurück. Im Verlauf des Rennens konnte er sich auf Position 10 vorschieben und diesen Platz bis Rennende verteidigen. An der Spitze entbrannte auch diesmal ein harter Kampf zwischen Ange Barde, Bosch und Kaiser, den Barde nach seinem Boxenstopp klar für sich entscheiden konnte und einen Doppelsieg für das erste Rennwochenende verbuchen konnte.

Auch in diesem Jahr dienen die Rennen der Ferrari Challenge für die Gäste und Sponsoren des Kremer Racing Teams als Eventplattform. So konnte Freddy Kremer neben Gästen des Hauptsponsors, Capedia AG, auch Herrn Dirk Maurer, Vorstands-vorsitzender der Beltana AG aus München mit seiner Partnerin in Silverstone begrüssen.

Das nächste Rennen der Ferrari Challenge Trofeo Pirelli wird am 4. Juni 2006 in Valencia gestartet.