RENNAUFTAKT FÜR KREMER RACING AM OSTERWOCHENENDE
15.000 Fans in der Motorsport Arena Oschersleben genossen bei strahlendem Sonnenschein drei Tage lang hochklassigen Motorsport beim ersten ADAC Masters Weekend des Jahres. Sie sahen 13 Rennen und die Weltrekordfahrt eines innovativen Elektrokarts der Firma Linde, das sich – angetrieben von einem modifizierten Gabelstableraggregat – mit dem Sprint von null auf 60 Meilen in 3,4 Sekunden ins Guinness Buch der Rekorde eintrug. Zu den begeisterten Motorsport-Enthusiasten in der Magdeburger Börde zählte auch Timo Glock. "Beim ADAC Masters Weekend haben die Zuschauer die Möglichkeit, hautnah Kontakt zu Teams und Fahrern zu haben. Hier wird Motorsport gelebt", lobte der Formel-1-Star Deutschlands junge Motorsportplattform.
Für Kremer Racing startete die Saison mit einem großen Aufgebot an Gästen und neuen Sponsoren. Zudem ist mit Detlef Schmidt ein neuer Teamkollege mit an Bord. Da am Karfreitag absolute Motorenruhe auf der Rennstrecke herrschte, konnte das Duo erst am Ostersamstag mit dem Ferrari 430 Scuderia die ersten Runden drehen. Beim ersten freien Training der Saison kämpften beide Piloten noch mit massivem Untersteuern im linken Bereich. Doch schon im zweiten Training konnte der Ferrari Scuderia vom Setup her optimal eingestellt werden und Freddy Kremer und Detlef Schmidt sich ausgiebig auf das Qualifiying am späten Nachmittag vorbereiten.
Das erste Qualifying bestritt Freddy Kremer und er konnte gleich mit guten Rundenzeiten aufwarten. Aufgrund der hohen Fahrerdichte auf der Strecke gelang Freddy Kremer nur ein freie Runde, die ihn mit einer 1:34.794 auf Startplatz 35 brachte. Detlef Schmidt, der hier in Oschersleben seine Feuertaufe im GT Masters bestritt, qualifiziertesich mit einer 1:36.143 auf Startrang 36.
Im ersten Rennen am Sonntag Mittag fuhr Freddy Kremer einen sensationell guten Start. Schon in der ersten Kurve konnte er zwei Positionen gutmachen, wurde dann aber von Johannes Stuck im Lamborghini, der von hinten starten musste, in Runde 2 überholt. Mit hervorragenden Rundenzeiten gelang es ihm bis zum obligatorischen Boxenstopp in Runde 19 den Ferrari Scuderia bis auf Position 31 vorzufahren. Auch der Boxenstopp schien gut gelungen, doch die Rennleitung sah das etwas differenzierter und brummte dem Team eine Stop-and-go-Strafe auf, da der Fahrerwechsel um 2 Hunderstel zu kurz geraten war. Dadurch verlor Detlef Schmidt zunächst eine Position, konnte aber Platz 32 schlussendlich nach Hause fahren.
Freddy Kremer nach dem Rennen:"Wir hatten heute ein top vor-bereitetes Auto, es lief sehr gut für uns. Ich musste am Start etwas zurückstecken, da mein Vordermann nicht gut wegkam, sonst hätte ich noch ein paar Positionen mehr gewinnen können. Das Fahrerfeld hier ist sehr professionell und wir mussten heute hart um die Plätze kämpfen."
Detlef Schmidt nach dem Rennen:"Es hat super viel Spaß gemacht, schade das unser Boxenstopp zu kurz war, sonst wären wir sicher noch zwei Plätze weiter vorne gewesen. Ich war schon sehr nervös vor meinem ersten Rennen in dieser Serie, hier fahren absolute Profis und starke Marken. Aber jetzt freue ich mich einfach dabei zu sein undauch auf das zweite Rennen morgen, das hoffentlich ähnlich positiv für uns laufen wird.„
Rookie Detlef Schmidt fuhr heute im zweiten Rennen den Start von Position 36. Er startet so gut das er direkt aus der ersten Runde auf Platz 35 an der Box vorbeikam. In der Folge konnte er mit guten Rundenzeiten seine Position verteidigen bis in Runde 11 ein Porsche mit einem kurzen Bodycheck den Ferrari Scuderia von der Bahn drängte. Direkt danach rapportierte der Deutsch-Schweizer Reifenprobleme an die Box, die ihn zu einem Sicherheitscheck an die selbe beorderte. Nach einem kurzen Stopp wurde Detlef Schmidt wieder ins Rennen geschickt, um eine Runde später zum Fahrerwechsel wieder hereinzukommen, da dann erst das Boxenstopp-Fenster öffnete. Freddy Kremer erledigte den Pflichtboxenstopp vorbildlich und nahm dann mit Rundenzeiten knapp 2 Sekunden langsamer als die Spitze das Rennen in Angriff. Vier Runden später meldete der Starnberger starke Rauchentwicklung und Reifenprobleme und kam anschließend zum Reifenwechsel an die Box. Trotz des unfreiwilligen Stopps konnte Freddy Kremer noch den 29. Platz nach Hause fahren.
Stimmen nach dem Rennen:
Detlef Schmidt: „Ich bin ein wenig enttäuscht, denn ohne die Reifen-probleme hätten wir heute sicherlich einen Platz in den Top 25 erreichen können und auch in der Amateurwertung weiter vorne stehen können. Der Porsche hat mich so abgedrängt, dass ich von der sauberen Linie musste und viel Dreck aufgesammelt habe. Gestern schon hatten wir im gesamten Rennen einen schleichenden Plattfuß, was uns letztendlich auch Positionen gekostet hat. Da bin ich
sicherheitshalber an die Box gefahren. Aber thats racing – jetzt freuen uns schon auf das nächste Rennen am Sachsenring.“
Freddy Kremer: „Auch heute lief der Ferrari wieder sensationell gut, das Team von Kessel Racing hat wieder einen optimalen Job gemacht. Schade, das der Reifenwechsel uns ein paar Positionen gekostet hat. Ich hatte ein paar super spannende Zweikämpfe und konnte einen Porsche überholen. Für das Rennen am Sachsenring in drei Wochen erhoffen wir uns auf jeden Fall eine Top-Platzierung in der Amateurwertung.“
Das ADAC GT Masters – das mit einem Rekordstarterfeld von fast 40 Autos angetreten war – musste nicht lange auf seine erste Überraschung des Jahres warten. Bei seinem ersten Einsatz im ADAC GT Masters fuhr der ehemalige DTM-Pilot Alexandros Margaritis zusammen mit seinem Partner Dino Lunardi (F) am Steuer eines Alpina-BMW des Allgäuer Teams Engstler Motorsport auf Anhieb zum Sieg. Ebenfalls auf dem Podium jubelten die Corvette-Piloten Daniel Keilwitz /Diego Alessi und das ABT-Audi-Duo Jens Klingmann/Christer Jöns. In der letzten Runde tauschten die beiden Rivalen noch die Plätze. Im zweiten Rennen strauchelten zwei Lamborghini-Mannschaften an der Spitze um einer dritten den Sieg zu überlassen. An Bord des italienischen Boliden von Reiter Engineering: Johannes und Ferdinand Stuck, die Söhne von Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck. Jens Klingmann/Christer Jöns wurde Zweite, die Vortagessieger Margaritis/Lunardi Dritte. Sie führen auch die Tabelle an. Der mit Spannung erwartete erste Einsatz der prominenten Fahrerpaarung Heinz-Harald Frentzen/Sven Hannawald war nicht von Erfolg gekrönt. Auf Platz 19 im ersten Rennen folgte ein technisch bedingter Ausfall im zweiten Rennen. Titelverteidiger Albert von Thurn und Taxis konnte wegen einer Renn-Verletzung aus der vorange-gangenen Woche nicht starten.
Unsere Gäste in Oschersleben
Alexander Bader – DGbAV
Franz-Josef Lerdo / Credit Suisse
Matthias Adamietz / MAC + Wahida Najmi / Unico Design
Hans-Joachim Holtschoppen + Tamara Gruznova / SFAM
Peter + Alexander Reimer / EUFIMA
Rolf Leube mit Gästen / Rolf Leube & Partner GmbH
Günther Gehring + Anka Unger sowie Heiko Schieser + Corinna Müller mit Gästen / GK Finanz AG
Dirk Schmiedeberg + Freunde / SPOX
Matthias + Thomas Müller / Gewinner des SPOX-Preisausschreibens