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KREMER RACING

Kessel Flotte in Barcelona

PACKENDES FINALE UNTER SPANIENS SONNE

Traditionell beendete die GT-Open ihre Saison mit dem Herbst-Rendezvous auf einer der schönsten Rennstrecken Europas. Die letzten spannenden Rennen in allen Kategorien fanden im Herzen Kataloniens statt, unweit der Millionen-Metropole Barcelona. Neben den nicht minder attraktiven Rahmenrennen der European F3 Open, der FIA Formula Two, der Lamborghini Super Trofeo und der F.Abarth European Series Selenia fand die Hauptveranstaltung diesmal mit Verstärkung durch die Spanische GT Meisterschaft statt.

In Barcelona gingen insgesamt sechs Kessel Ferrari an den Start, darunter der GT2-Rennbolide mit Philipp Peter und Michael Bronizsewski. In der GT3 kämpften neben der Kremer Racing-Besatzung Kremer/Schmidt auch die Tabellenführer Bontempelli/Gattuso, die beiden arrivierten Fahrerduos Earle/Crespi und Caccia/Mantovani sowie die Neuzugänge aus Frankreich Jonathan Sicard und Dimitri Enjalbert um die Positionen. Für Kessel Racing stand in Barcelona auch die Entscheidung sowohl in der Fahrerwertung wie auch in Teamwertung in der GT3-Meisterschaft an.

Bei kühlen 15 Grad und Regen startete am Freitag Vormittag das erste Freie Training und wurde in Folge mehrmals durch rote Flaggen unterbrochen. Detlef Schmidt rapportierte Motorenaussetzer an die Crew und kam nach fünf Runden für einen kurzen Check in die Kessel-Box. Chef-Ingenieur Geo Regazzoni checkte alle Systeme und entließ dann Freddy Kremer mit dem Ferrari für seinen Stint auf die Rennstrecke. Aufgrund sehr übermütiger Aktionen einiger Fahrer aus der spanischen GT mußte die Strecke anschließend mehrmals gesperrt werden und Freddy Kremer konnte keine richtig schnelle Zeit herausfahren. So hoffte das Duo auf das zweite Training am späten Nach-mittag und vor allen Dingen auf eine trockene Fahrbahn.

Um 17.00 h wurde das zweite Freie Training durchgeführt und startete mit 10minütiger Verspätung. Wieder war Freddy Kremer der Leidtragende und auch Detlef Schmidt kam mit vier Runden auf der Strecke nicht wirklich zum fahren. Dies war für ihn doppelt bitter, da er ja auch die Rennstrecke in Barcelona vorher noch nie befahren hatte.

Am Samstag hatte der Regen ein Einsehen und so konnte das erste Qualifying am Morgen trocken und auch ohne rote Flaggen durchgeführt werden. Detlef Schmidt qualifizierte sich mit seiner Bestzeit von 1:54.457 auf dem 15. Platz. Freddy Kremer konnte seine schnellste Zeit bereits in der dritten Runde abliefern. Mit einer 1.54.010 war ihm der 13. Startplatz sicher.
Überschattet wurde das zweite Zeittraining durch einen tragischen Unfall in der vierten Runde, als ein Mercedes den Porsche von Thomas Gruber übersah und brutal abschoß. Gruber wurde anschließend ins Krankenhaus geflogen, kam aber mit Prellungen und Rippenbrüchen davon. Die Session wurde für 30 Minuten unterbrochen und ging dann normal weiter.

Am späten Nachmittag wurde das erste Rennen erst nach der zweiten Einführungsrunde gestartet. Dem Renndirektor hatte wohl die Formation kurz vor dem Start nicht gefallen und das Feld auf eine zweite Runde geschickt. Detlef Schmidt konnte seine Position halten und in Folge den Ferrari von Michael Lanting überholen. Nach 14 Runden übergab Schmidt nach einem spannenden Zweikampf mit Kessel-Kollege Steven Earle an 10. Stelle liegend an Freddy Kremer. In den nachfolgenden Runden konnte Freddy Kremer seine Position verteidigen und lag gut im Rennen als ihn ein Reifenschaden hinten rechts zur Aufgabe zwang. Ein Zurückkommen an die Box war unmöglich, da sonst zu viel an der Karosserie beschädigt worden wäre. So musste das Duo Schmidt/Kremer schon ab der Runde 25 zuschauen.

Sonne und warme 22 Grad bildeten den Hintergrund für ein spannendes Saisonfinale am Sonntag Mittag. Freddy Kremer behauptete trotz einer Feindberührung beim Start seine Position und überholte nach einer kurzen Safety Car Phase Kessel-Kollege Jonathan Sicart im Ferrari Scuderia. Von den Zeiten her auf Augenhöhe mit den Topfahrern konnte er die neunte Position nach der Hälfte der Zeit beim obligatorischen Boxenstopp und Fahrerwechsel an Teamkollege Detlef Schmidt übergeben. Mit einer sensationellen Aufholjagd kämpfte sich der Züricher Unternehmer bis auf den fünften Platz vor, diesen konnte er jedoch nicht halten da einige Profifahrer, die von ihren Gentlemen-Kollegen das Steuer übernommen hatten, nach vorne drängten. Kurz vor Rennende lag Schmidt noch auf einem aussichtsreichen 7. Platz als er in einer Kurve den Ferrari verlor und in einen Dreher gezwungen wurde. Mit einem neunten Platz im Feld von 30 Fahrern konnten sich aber beide Fahrer gerade noch abfinden.

Mit einem dritten Platz im ersten Rennen und einen Sieg im zweiten holten sich das Kessel-Duo Stefano Gattuso und Lorenzo Bontempelli grandios die Fahrerwertung und somit auch die Teamwertung für das Kessel Racing Team. Wir gratulieren an dieser Stelle herzlich dem Teamchef Ronnie Kessel und allen Mitarbeitern.

Unsere Gäste in Barcelona:

- SFAM / Hans-Joachim Holtschoppen, Tamara Gruznova mit Gast Richard Griffits
- Marcel Bogdahn als Gast der GK Finanz AG Stefan Eder – Investmentgate GmbH & Co KG
- Adriano Rossi – AMAG Porsche Schweiz
- Achim Schulz – Seeleven – branding & mentoring for mobility
- Sascha Trenti und Birger Puls – Art & Motion Werbeagentur