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VALENCIA

RENNBERICHT

Grüne Flagge für erstes Rennen in der internationalen Serie

In Valencia fiel am vergangenen Wochenende der Startschuß für die neue Saison 2010 für das Kremer Racing Team. Die fünfte Auflage der International GT Open startete mit 51 Nennungen nach einer langen Winterpause und bescherte ein Feuerwerk aus spannenden Trainingsläufen und Rennen.

DIE SERIE
Das Hauptregelwerk der International GT Open blieb für 2010 unverändert und besteht aus zwei Hauptkategorien. In der Kategorie Super GT fahren mehrheitlich Ferrari 430 GT2 Renn-Fahrzeuge, dazu kommen noch einige Porsche 911 GT3 RSR sowie jeweils ein Aston Martin Vantage, Sunred 21 und Mosler. In der Kategorie GTS bestreiten die GT3-Fahrzeuge ihre Meisterschaft. Hierzu gehören die Ferrari 430 GT3, Porsche 911 GT3, Audi R8 LM, Aston Martin DBRS9, Lamborghini Gallardo GT3, Viper GT3, Marcos Mantis und Ford GT. Das Event-Format basiert auf zwei Rennen. Das erste Rennen am Samstag dauert 70 Minuten und wird von den Kategorien Super GT und GTS zusammen bestritten. Am Sonntag finden jeweils 2 getrennte Rennen der Kategorien statt, jeweils von 50 Minuten Dauer.

TRAININGS
Das freien Trainings am Freitag wurden überschattet von Getriebe-problemen. Freddy Kremer und sein neuer Teamkollege, Ronnie Kessel, Juniorchef von Kessel Racing, kamen aufgrund der länger währenden Reparaturen am F1-Getriebe des 430 Scuderia nur sehr kurz zum Testen. Im ersten Qualifying erzielte Ronnie Kessel mit einer 1:55.252 den neunten Startplatz für das erste Rennen. Freddy Kremer errang mit einer 2:00.336 auf regenfeuchter Fahrbahn und mangelnder Trainingsmöglichkeiten Rang 14 für das zweite Rennen.

RENNEN 1
Die Wetterbedingungen in Valencia verschlechterten sich zusehends und Rennen eins am Samstag wurde auf regennasser Fahrbahn gestartet. Startfahrer Ronnie Kessel entschied sich für Slicks und erhielt in der erste Runde direkt die Quittung für diese Entscheidung. Nach einem Dreifach-dreher fiel er ans Ende des Feldes zurück. In einer beispiellosen Aufholjagd konnte er sich bis Runde 18 und den obligatorischen Fahrerwechsel auf Position 8 in der Kategorie GTS nach vorne arbeiten. Freddy Kremer übernahm das Cockpit von Ronnie Kessel an dieser Position, fiel aber wegen eines nicht optimal ausgeführten Boxenstopps auf Rang 15 zurück. Bis zum Ende des Rennens kämpfte sich Kremer mit sensationellen Überholvorgänge wieder nach vorn und konnte somit Platz 12 in der Kategorie GTS in einem insgesamt anspruchsvollen Rennen mit höchst professionellen Fahrern erringen. Zudem fuhr Kremer in der letzten Runde seine persönliche Bestzeit, was auf sein enormes Potential schließen ließ und für das anstehende Rennen am Sonntag äusserst motivierte.
RENNEN 2
Das zweite Rennen am Sonntag Morgen wurde hinter dem Safetycar gestartet, da es schon vor dem Start ziemlich regnete. Freddy Kremer konnte sich mit einigen guten Überholmanövern und ausgezeichneten Rundenzeiten bis auf Position 11 vorabeiten und legte damit für Team-kollege Ronnie Kessel eine gute Ausgangsbasis vor. Kessel übernahm in Runde 11 und startete gut in die zweite Hälfte des Rennens. Doch schon zwei Runden später rapportierte er Getriebeprobleme am Ferrari Scuderia und mußte eine Runde später aufgeben.
Die gefahrenen Rundenzeiten von Freddy Kremer bewegten sich im vorderen Mittelfeld und sind mit Hilfe von weiteren Trainings durchaus ausbaufähig. Für das Rennen am Nürburgring übernächstes Wochenende erhofft sich Kremer aufgrund seiner Erfahrungen auf dem GP-Kurs eine Plazierung unter den Top Ten.