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SPA

Unsere Gäste in Spa

HEISSE KÄMPFE AUF DER ARDENNEN-ACHTERBAHN



Die GT Open trug am vergangenen Wochenende ihren 4. Lauf im Rahmen des traditionellen SPA EURO RACE aus, welches in diesem Jahr zum 21. Mal auf der legendären Rennstrecke von Spa-Francorchamps stattfand. Neben dem 35-Starter-Feld der International GT Open waren zum ersten Mal in Spa die Renner der Auto GP am Start, spektakuläre F3000-Boliden, die aus der internationalen A1 GP-Serie hervorgegangen sind. Ebenfalls im Fahrerlager und auf der Rennstrecke vertreten waren die beiden Talentschmieden von Renault und Ferrari mit ihren Programmen World Series by Renault und Formula Abarth. Komplettiert wurde das belgische Motorsport-Menü von der Belgian Dunlop Special Open Trophy, eine Serie für kleine GT-Fahrzeuge, der European F3 Open und der Dutch Supercar Challenge. Sechs Serien und insgesamt 12 Rennen garantierten hervorragenden Rennsport und intensiven Wettbewerb auf der 7,003 km langen Ardennen-Achterbahn.



Freie Trainings & Qualifying

In den beiden freien Trainings fand der erste Schlagabtausch mit dem neuen Teamkollegen von Freddy Kremer statt. Beniamini Caccia ersetzte für dieses Wochenende den bisherigen Mitstreiter Brian Lavio, der in einer anderen Serie auf Punktejagd ging. Caccia, der schon seit einigen Jahren recht erfolgreich in der italienischen GT-Meisterschaft unterwegs war, und Freddy Kremer suchten und fanden am Freitag auf der längsten Rennstrecke der Saison ein adäquates Setup für das Qualifying am Samstag. Schon in den beiden Trainingssitzungen kristallisierte sich ein leichter Schnelligkeitsvorsprung seitens Freddy Kremer gegenüber Beniamino Caccia heraus, welcher sich dann auch in den weiteren Sessions manifestierte. In Spa waren auch erstmals über 20 GT3-Rennfahrzeuge am Start, darunter auch das mehrmalige 24h-Rennen-Meisterteam Manthey Racing aus der Eifel mit Porsche-Werksfahrer Mark Lieb am Steuer.

Bei der enormen Leistungsdichte der teilnehmenden Fahrer und Teams machte sich dann auch das fehlende Training auf der Spa-Rennstrecke bei Beniamino Caccia deutlich bemerkbar. Mit rund 9,5 Sekunden Rückstand auf den besten GT3-Boliden, die Dodge Viper des Vulkan Racing Teams, war nur der letzte Startplatz für den Italiener machbar. Im zweiten Qualifying fuhr Freddy Kremer in der Riege der Profis mit zwei Sekunden Rückstand auf einen Top-Ten-Platz auf Position 15 und in die achte Startreihe. Marc Lieb, Porsche Werksfahrer und 24h-Profi, stellte seinen Porsche mit 2.22 Min. Gesamtzeit auf Pole Position.





















Rennen 1 und 2
Im ersten Rennen am Samstag Nachmittag fuhr Caccia den Start und konnte sich nach einem hervorragenden Beginn bis zum obligatorischen Boxenstopp auf Position 11 vorkämpfen. Freddy Kremer übernahm das Cockpit, konnte aber nicht gleich losfahren, da Teamkollege Caccia beim Verlassen des Ferrari den Gang in neutral eingelegt hatte und nicht wie üblich im ersten Gang. Hier gingen wertvolle Sekunden für Freddy Kremer verloren, die auf der Strecke 4 Plätze ausmachten. Nach vier Runden wurde Kremer bereits auf Position 13 geführt mit einem Rückstand von 6,5 Sekunden auf Platz 12. Der Rückstand wurde in nur zwei Runden egalisiert und der Stadtsteinacher ging 7 Runden vor Schluss an der Dodge Viper vorbei. In einer fulminanten Aufholjagd brannte Freddy Kremer eine persönliche Bestzeit nach der anderen in den Asphalt und brachte sich bis zum Ende des Rennens in Schlagdistanz zu Position 11, doch leider ging ihm dann die Zeit aus. Mit nur 1,2 Sekunden Rückstand auf Kessel-Teamkollege Pedro Couceiro, der am Ende auch die GT3-Wertung für sich entscheiden konnte, ist Freddy Kremer dabei, sein Potential weiter zu verbessern und den Aufwärtstrend voranzutreiben. Kesselfahrer Pedro Couceiro mit Teamkollege Marco Frezza gewann das erste Rennen vor Frederic Mackowiecki/Jean Philippe Dayraut (Ferrari) und Kessel-Team Livio/Bontempelli.

Im zweiten Rennen des Wochenendes fuhr Freddy Kremer den Start. Direkt in der ersten Kurve, der La Source, knuppelte sich das Feld derart zusammen, sodass Freddy Kremer gezwungen war, ganz nach links auszuweichen, um nicht schon früh aus dem Rennen zu scheiden. Drei Runden später hatte er sich gerade wieder auf Position 13 vorgekämpft, als ein schwerer Unfall eine etwa 20-minütige Safety-Car-Phase auslöste.
In der vierten Runde kämpften drei GT2-Ferraris um den 3. Platz, als der Brite Kirkcaldy beim Einlenken im schnellsten Streckenstück, Blanchimont, sein Rennfahrzeug verlor. AF Corse Pilot Alvaro Barba ratterte beim Ausweichen über das Grün, konnte sein Auto noch abfangen, doch der zweite AF-Corse Fahrer Rui Aguas traf seinen Teamkollegen längsseits und das Duo krachte volles Rohr in die Streckenbegrenzung. Beide GT2-Ferraris wurden schwerst beschädigt, die Fahrer zum Routine-Check nach Verviers ins Krankenhaus gebracht. Die Piloten sind nach neuesten Berichten vom Veranstalter aber wohlauf.
Freddy Kremer musste seinen Stint unter der Safety-Car-Phase zu Ende bringen und übergab an Beniamino Caccia auf Platz 12. Caccia konnte im Verlauf des Rennens noch auf Position 11 vorrücken, mehr war in den restlichen 12 Minuten nicht mehr herauszuholen.
Das Rennen in der GT3 Wertung gewann das Porsche Team Borghi/De Lorenzi vor der Porsche Besatzung Deverikos/Gruber und dem Aston Martin Duo Lancelotti/Lancieri.
Schon in der nächsten Woche geht es weiter zum 5. Lauf der Saison ins französische Magny-Cours.