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MAGNY-COURS

START IN DIE ZWEITE SAISONHÄLFTE



Traditionell markiert der Juli-Termin in Magny-Cours die Mitte der GT-Open Saison. In der Hitze von Nevers (auch traditionell) wurde am vergangenen Wochenende der 5. Lauf der Meisterschaft ausgetragen. Inklusive diverser Rahmenserien, darunter der sehr interessante Legend Cars Cup, Auto GP und European F3 Open, wurden insgesamt 14 Rennen an diesem heißen Wochenende ausgetragen.



Freie Trainings & Qualifying

In Magny-Cours war auch Freddy Kremer‘s Teamkollege Brian Lavio wieder mit von der Partie und beide Fahrer gingen hochmotiviert die „Mission Top 5“ an. Im ersten freien Training am Freitag morgen monierten beide Fahrer eine schwer fahrbares Renngerät und probierten diverse Fahrwerkseinstellungen. Im zweiten freien Training war Übersteuern das Hauptproblem, auch mit neuen Reifen wurden die Zeiten nicht wirklich besser. Das Team rüstete zurück auf beinahe Ausgangstellung, da Freddy Kremer mit diesem Setup am besten zurechtkam und damit das erste Qualifying am Samstag früh bestreiten sollte. Doch es kam anders als gedacht. Die einzigen Regentropfen an diesem Wochenende fielen ausgerechnet vor dem ersten Zeittraining am Samstag früh, die Session wurde unter „wet track“-Bedingungen gestartet. Unter diesen widrigen Umständen fuhr der Stadtsteinacher dennoch auf Position sieben, mit nur einer Sekunde Rückstand auf den favorisierten fünften Platz.

Teamkollege Brian Lavio wollte unter allen Umständen eine Top-Fünf- Plazierung herausfahren, doch der Schweizer riskierte zuviel, drehte sich sogar ins Kiesbett und mußte am Ende Position neun hinnehmen.
Rennen 1 und 2

Der Start zum ersten Rennen erfolgte am Samstagnachmittag bei brütender Hitze. Bereits in der ersten Runde mußte das Safety Car auf die Strecke gehen, da sich der Aston Martin des Villois Teams von der Strecke ins Kiesbett gedreht hatte. Nach dem Restart arbeitete sich Freddy Kremer mit konstant schnellen Rundenzeiten bis auf Platz 5 vor und lag in Schlagdistanz zum vierten Platz als ihn das Team zum obligatorischen Boxenstopp hereinholte. Durch einen um Sekunden zu langsamen Boxenstopp fiel Brian Lavio auf Position neun zurück. Für den Rest des Rennens haderte der Tessiner mit dem Setup des Ferrari, mit dem der Stadtsteinacher wesentlich besser zurechtkam. Zum Teil fuhr der Schweizer Profi-Rennfahrer 3 Sekunden langsamer als Kremer und mußte sich nach einem erneuten Dreher mit dem siebten Platz zufrieden geben.

In der GT3-Kategorie gab es einen Doppelerfolg für die Kessel Racing-Ferrari F430 Scuderia von Pedro Couceiro / Marco Frezza (7. / +1:02,887) und Lorenzo Bontempelli / Stefano Livio (8. / +1:03,120), Klassen-Dritte wurden Alex Mortimer / Peter Bamford (RPM-Ford GT; 10. / +1:18,040).

High-Noon in Magny-Cours – um 13.00 h wurde am Sonntag Mittag der zweite Lauf der International GT Open gestartet. Das Team um die Chefingenieure Geo und Hueges hatten Startfahrer Brian Lavio ein perfekt abgestimmes Renngerät bereitgestellt. Vom neunten Startplatz aus ging der Tessiner ins Rennen, doch der Traum von einem der vorderen Plätze ging jäh zu Ende, als der Brite Chris Niarchos bei seinem Ausflug ins Kiesbett auch Brian Lavio aus dem Rennen riß. Für beide Fahrer war hiermit das Rennen beendet. Während Niarchos seinen waidwunden Ferrari noch bis zur Box schleppen konnte, mußte Brian Lavio seinen schwer beschädigten Renner am Streckenrand abstellen und zu Fuß ins Fahrerlager zurück-kehren. Für Freddy Kremer bleibt jedoch nicht viel Zeit, enttäuscht über den Ausfall zu sein, denn bereits am 14. Juli wird er wieder Ferrari sitzen und in Mugello ausgiebig testen.

Die GT3-Wertung gewannen Stephane Ortelli / Jean-Philippe Dayraut (Luxury Racing-Ferrari F430 Scuderia; +1:04,445) als Gesamt-Sechste vor Alex Mortimer / Peter Bamford (RPM-Ford GT; 7. / +1:08,851) sowie Dimitris Deverikos / Thomas Gruber (Autorlando-Porsche 911 GT3 R; 9. / +1:10,944).

Der nächste Meisterschaftlauf findet am 1.-3. Oktober in Monza statt.