Connecting Racing & Business

7. Lauf - Oschersleben 16.-18.10.09

Freddy Kremer beim Finale in Oschersleben

Mit der achten Veranstaltung endete in der Motorsport Arena Oschersleben die Premieren-Saison der neuen deutschen Motorsportplattform ADAC Masters Weekend. Dabei kam es zu Titelentscheidungen in den einzelnen Serien. Christian Abt heißt der neue Champion im Premium Segment ADAC GT Masters, die Gewinner in der ADAC Procar heißen Remo Friberg und Guido Thierfelder. Aber auch im ATS Formel-3-Cup und dem ADAC Formel Masters wurde beherzt gekämpft, schließlich ging es noch um gute Tabellenplätze in den Fahrerwertungen. Für motorsportliche „Ostalgie“ sorgten die Formel- und Tourenwagen-Youngtimer des HAIGO ADAC Historic-Cup.

Am Freitag behinderten schwere Sturmböen und starke Regenfälle beide freien Trainings sodass eine optimale Abstimmung auf die beiden letzten Rennen der Saison am Samstag und Sonntag nicht möglich war. Zudem verhinderten die winterlich anmutenden Temperaturen um 5 Grad sowie eisiger Wind, dass die Michelin-Reifen auf Betriebstemperaturen kamen. Hilfreiche Erkenntnisse für ein Setup konnten hier wahrlich nicht gewonnen werden. Auch das am Samstagvormittag stattfindende Qualifying wurde komplett im Regen abgehalten. Wiederum machten die eiskalten Temperaturen und Aquaplaning auf der Strecke den beiden Piloten einen Strich durch die Rechnung. Freddy Kremer erreichte mit einer 1:56.535 nur den letzten Startplatz, Björn Grossmann musste von der vorletzten Position starten.

Das auf nasser Fahrbahn gestartete Rennen kontrollierten die beiden giftgrünen BMW-Alpina von der ersten Runde an. Freddy Kremer legte einen guten Start hin und wurde schon nach der ersten Runde auf Position 18 geführt. Diese Position konnte er rundenlang gegen die Corvette mit Georg Engelhard verteidigen. Auf Position 17 liegend gab der Stadtsteinacher das Steuer ab an Teamkollege Björn Grossmann. Der überquerte aber die Messlinie am Ende der Boxengasse um 1 Sekunde zu früh und musste daher eine Runde später eine Durchfahrtstrafe absitzen. An seiner Position ändert sich dadurch nichts, Grossmann wurde weiterhin auf Position 17 geführt. Nach einer weiterhin fehlerlosen Fahrt auf leicht abtrocknender Fahrbahn konnte Björn Grossmann an Position 15 die Ziellinie überqueren.

Zusammen mit ihrem belgischen Partner Maxime Martin erkämpfte Langstrecken-Amazone Claudia Hürtgen im BMW Alpina B6 im Samstagsrennen als erste Frau überhaupt einen Sieg in der „Liga der Traumwagen“. Frank Kechele und Kuba Giermaziak wurden im Argo-Audi R8 Dritte. Kechele eroberte in der Schlussphase den letzten Platz auf dem Podium und wurde flankiert von Peter Terting und Florian Gruber im Audi R8. Im zweiten Abt Sportsline-Audi R8 LMS wurden Abt/Mies Vierte, das reichte Abt zum vorzeitigem Titelgewinn. Die Verfolger von Abt in der Meisterschaft erlebten einen schlechten Tag. Henri Moser belegte im Phoenix-Audi R8 LMS nach Kontakten mit zwei Gegnern lediglich Platz neun, Marc Hennerici und Luca Ludwig schieden mit ihrer Callaway-Corvette nach Getriebeproblemen aus.
Am Sonntag belohnte der Wettergott alle Teilnehmer des Rennwochenendes mit trockenem Wetter und sonnigen Abschnitten. Mit einem spannenden Duell in der Startphase begeisterten der von der Pole-Position gestartete Richard Westbrook im Mühlner-Porsche und Corvette-Pilot Dino Lunardi die Zuschauer. Lunardi setzte sich schließlich gegen Westbrook durch, und übergab die Corvette in Führung liegend an Teamkollege Alessi. Nach dem Fahrerwechsel ging jedoch Alpina-Pilot Maxime Martin an dem Italiener vorbei und übernahm die erste Position.

Der wiederum optimal vorbereitete G2 Racing Ferrari mit Björn Grossmann am Steuer hatte einen exzellenten Start und konnte schon dort einige Position gutmachen. 10 Runden später griff der Holländer Michael Bleekemolen im Porsche 997 GT3 Cup S Grossmann an und schickte diesen kurzzeitig ins Kiesbett. An sechszehnter Position liegend gab Grossmann an Freddy Kremer ab. Diesmal klappte der Boxenstopp optimal, mit einem Sicherheitspolster von einer Sekunde brachte der Franke den Ferrari wieder auf die Strecke. Der F430 GT3 lief wie am Schnürchen und bescherte Freddy Kremer gute Rundenzeiten. Mit einer 1:37:911 fuhr Kremer seine eigne Bestzeit und konnte kurz vor Schluss noch den 14. Rang durch ein Überholmanöver am Niederländer Van der Laar erobern. Mit dieser Position beendete Freddy Kremer seine 9. Saison im Ferrari und konnte sich am Schluss auch noch über den dritten Rang in der Amateur-Wertung freuen.

Claudia Hürtgen wiederholte am Sonntag ihren Triumph mit einer erneut fehlerlosen Fahrt. Das französisch-italienische Duo Alessi/Lunardi sicherte sich Podiumsplatz Nr. 2. Dritte wurden nach einer Aufholjagd von Startplatz zehn Marc Hennerici und Luca Ludwig in einer weiteren Callaway-Corvette. Der dritte Platz sicherte Ludwig/Hennerici die Vizemeisterschaft hinter dem bereits vorzeitig als Meister feststehenden Christian Abt Der Schweizer Henri Moser, der noch am Sachsenring die Favoritenrolle innehatte, fiel mit zwei unglücklichen Rennergebnissen in Oschersleben auf Platz 3 der Fahrerwertung zurück.



ADAC Masters Weekend Oschersleben im DSF: 31.10., 10:15–11:15 Uhr

Weitere Informationen auch unter www.adac-masters.de





Unsere Gäste in Oschersleben:

Sponsor Vemma Pur Racing mit Peter Bauer, Peter Winkler und Ulrike FestlSponsor Rolf Leube mit GästenMarcus Berthold mit Geschäftspartner Reinhard Karner sowie Marcus Unterer
Wolfgang Schießl und Silvi Braumüller von WLS Immobilien
Hendrik und Christoph Hasenfuß, Lumani-Krüger Ferrari-Autohaus Hannover
Andy Nice, Carisma Consulting
Nancy Walter, Punkt E Eventagentur
Frank Siefert
Thomas Wetterling

München, den 19.10.2009