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Rennbericht

ADAC GT MASTERS
EuroSpeedway Lausitz 5. – 7. September 2008



Vor dem großen Finale am Sachsenring reiste der Tross der Traumsportwagen zunächst nach Brandenburg. Dort inmitten des zukünftigen Lausitzer Seenlandes, am imposanten EuroSpeedway Lausitz sollte der Showdown der Titelaspiranten stattfinden.Zwei Lamborghini-Besatzungen jagen Tabellenführer Tim Bergmeister (Mühlner Motorsport) in seinem Porsche, der in der Lausitz von seinem Bruder Jörg unterstützt wurde. Bergmeister lag mit 49 Punkten nur drei Zähler vor seinen heißesten Verfolgern, Christopher Haase und Partner Albert von Thurn und Taxis vom Team Flatex-Reiter. Nach 16 verbuchten Punkten auf dem Nürburgring mischten plötzlich auch Routinier Harald Becker und sein junger Partner Frank Kechele im Titelkampf mit. Insgesamt hatten die Argo Racing-Piloten vor dem Lausitzrennen 40 Zähler auf ihrem Konto.

Das Kessel/Kremer Racing Stamm-Duo Thomas Wille und Freddy Kremer hielten am Lausitzring alleine die Fahne von Ferrari hoch und konnten bei den beiden Freitags-sitzungen ein recht vielversprechendes Setup herausfahren. Doch der Samstag konnte die hohen Erwartungen von Team und Piloten nicht gerecht werden. Beide Qualifiyings wurden durch den Ausfall des sechsten Gangs überschattet und so konnte Freddy Kremer mit einer 1.27.991 und 3,8 Sekunden Rückstand auf die Spitze nur den 18. Startplatz verbuchen. Thomas Wille erfuhr sich mit einer 1.26.991 die Startposition siebzehn.

Rennen 1 am Samstag Nachmittag begann mit einer Safety-Car-Phase, weil der Ford GT von Matech mit Kenneth Heyer aus dem Kiesbett geborgen werden musste. Vorausgegangen war eine Attacke von Oliver Mayer und Julien Rodrigues. Freddy Kremer war direkt nach dem Start schon auf Platz 16 vorgefahren und startete, nachdem das Safety-Car wieder in Richtung Boxengasse abgebogen war, seine Aufholjagd nach einer besseren Position. Doch in Runde 5 musste er sich der klar schnelleren Corvette von Toni Seiler und dem Hexis Aston Martin beugen und fiel auf Platz 18 zurück. In Runde 12 kam dann das überraschende Aus für den Ferrari. Ausgangs Start-Ziel-Gerade musste Freddy Kremer sein Einsatzfahrzeug wegen eines defekten Kühlers abstellen.

Tabellenführer Tim Bergmeister erkämpfte sich fünf Minuten vor Ende des ersten Rennens trotz 50 Kilo Platzierungsgewicht die Führung. Bis dahin hatten Philippe Dumas und Christian Hohenadel im Aston Martin von Hexis Racing das Rennen dominiert. In Runde 36 übernahm Bergmeister in der ersten Kurve nach Start und Ziel die Führung und gewann mit 3,494 Sekunden Vorsprung. Die Titelverteidiger Albert von Thurn und Taxis und Christopher Haase lieferten sich im Lamborghini von Reiter Engineering mit 60 Kilo Extraballast lange einen sehenswerten Kampf mit den Brüdern Bergmeister, den sie am Ende als Dritte beendeten.

Nach erfolgter Reparatur des Wasserkühlers konnte am Sonntag Mittag das Deutsch-Liechtensteinische Duo Kremer/Wille im Ferrari wieder angreifen. Thomas Wille als Startfahrer pusht von Anfang an und setzte sich zunächst auf Position 13 fest. In Runde 10 musste Wille den schnellen Lamborghini mit Kechele vorbeilassen und fuhr in diesem Teil des Rennens seine schnellste Rennrunde mit 1:26.546. Noch kurz vor dem geplanten Boxenstopp wird er von der tschechischen Corvette des MM-Racing Teams überholt. Freddy Kremer übernahm den Ferrari an Position 15 liegend nach einem exzellentem Boxenstopp. Nach einem soliden Rennen, in dem Kremer mit massiven Untersteuern kämpfte, wurde der F430 GT3 auf den 12. Platz abgewunken.

Tim und Jörg Bergmeister gelang im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem EuroSpeedway nach dem hart erkämpften Erfolg vom Vortag ein weiterer, diesmal ungefährdeter Sieg. Den zweiten Platz sicherten sich wie schon am Vortag Christian Hohenadel und Philippe Dumas. Den dritten Podestplatz errangen Sebastian Asch und Frank Schmickler. Die Titelverteidiger Haase/Von Thurn und Taxis konnten nach einem gebrochenen Splitter und Problemen mit der Servolenkung nur Platz 5 einfahren.

Unsere Gäste am EuroSpeedway Lausitz:

Ralf W. Barth, Vorstand der Exactus AG und Geschäftsführer der RWB FinanzGeorgio Di Bartolo von General Vending
Michael Witzke von Coca Cola Nord-Ost
Jürgen Maier, Geschäftsführer F/B/S
Edgar Binnemann, Vorstand SÜD-CHEMIE
Florian Fritsch, Fröschl GmbH
Steffen Lobstein von DUKA und seine Gäste



Das Finale der ADAC GT Masters findet vom 19. – 21. September 2008 auf dem Sachsenring statt.



PREMIERE RACETRACK – DAS ADAC MAGAZIN

Sonntag 14.9.08 – 21.00 – 21-45 Uhr
Montag 15.9.08 – 16.00 – 16.45 Uhr
Dienstag 16.9.08 – 12.50 – 13.30 Uhr