ADAC GT MASTERS
2. Runde – Oschersleben 7. – 8. Juli 2007
Der zweite Lauf im ADAC GT Masters wurde auf der 1997 in Betrieb genommenen Renn- und Teststrecke in Oschersleben ausgetragen. Der 3,696 km lange Kurs versprach Rennsport pur und mit der neu eingebauten Schikane nach Start-und-Ziel viel Action. Mit 17 Fahrzeugen im ADAC GT Masters Feld konnte eine leichte Steigerung im Vergleich zum Auftakt-Rennen am Nürburgring erzielt werden. Der Österreich-Schweizer Philipp Peter und FIA-GT3 Jungstar Henri Moser verstärkten das Kessel-Racing Team um Freddy Kremer und Ralf Preßlein, ein zweiter Cup-Porsche wurde vom Team SMS Seyffarth Motorsport eingesetzt.
Wie schon am Nürburgring konnte sich die Lamborghini-Gallardo Phalanx an der Spitze des GT3 Feldes behaupten. Christoph Bouchut fuhr im ersten Freitags-Training im Gallardo die schnellste Rundenzeit auf dem Bördekurs, während das Training von Ralf Preßlein in der sechsten Runde jäh durch einen Kühlerdefekt, ausgelöst durch einen Steinschlag, beendet wurde. Ferrari-Neuzugang Philipp Peter sorgte dennoch für gute Stimmung im Kessel-Racing Team, als dieser den 430 GT3 an vierter Stelle klassierte.
Das zweite Training am Nachmittag wurde von einer Unwetterwarnung überschattet, die aber nur mit einem kräftigen Regenguß gegen Ende der Sitzung für eine kurze Unter-brechnung sorgte. Beide Piloten konnten erstmals ausgiebig ihre Runden drehen und ein perfektes Setup für das Qualifying am Samstag morgen herausarbeiten. Bouchut im Lamborghini Gallardo fuhr erneut Bestzeit mit 1:31.7 (und das bei nur zwei absolvierten Runden), aber die Porsche konnten den Rückstand verkleinern. Christian Mamerow lag nun noch 1,15 Sekunden hinter dem besten Lamborghini. Der Schwester-Ferrari mit Moser/Peter plazierte sich auf Position sechs.
Keine Überraschung war daher die Poleposition eines Gallardo im Zeittraining am Samstag vormittag. Youngster Christopher Haase sicherte sich zum zweiten Mal nach Nürburgring die erste Startreihe, während Ralf Preßlein mit deutlich schnelleren Rundenzeiten als im Training die vierzehnte Startposition erreichte. Herni Moser stellte den zweiten Ferrari auf Position vier hinter dem Gallardo von Albert von Thurn und Taxis ab.
Auch Freddy Kremer konnte in seinem Qualifying die Rundenzeiten erheblich steigern und sich mit einer 1:36.0 näher an die Top-10 heranschieben. Mit Startplatz 12 zeigte sich Kremer höchst zufrieden. Im zweiten Zeittraining zeigte die Lamborghini Fraktion kein Erbarmen und besetzte geschlossen die ersten beiden Startreihen. Ex-Formel-1-Fahrer Gianni Morbidelli, Teamkollege von Haase, fuhr Bestzeit und verwies seine Lamborghini-Kollegen Kox, Kaufmann und Simon auf die Plätze. Als bester Nicht-Lamborghini qualifizierte sich der Ferrari mit Philipp Peter an fünfter Position.
Zu später Stunde wurde am Samstag das erste Rennen gestartet. Ralf Preßlein verlor beim Start einen Platz und kam an fünfzehnter Position aus der ersten Runde zurück. Verbissen kämpfte er sich von Runde zu Runde weiter, konnte aber den vor ihm fahrenden Cup-Porsche nicht mehr erreichen. Der anstehende Boxenstopp und Fahrerwechsel wurde fehlerlos über die Bühne gebracht. Kremer fuhr in der 33. Runde seine persönliche Bestzeit mit 1:36.271 und konnte damit die Zeiten im Mittelfeld mitgehen. Mit Rang 11 konnte sich das Duo Kremer/Preßlein in der Profi-Liga des GT-Rennsportes erneut gut behaupten.
Peter Kox und Albert von Thurn und Taxis gewannen im Reiter Engineering Lamborghini Gallardo ihr erstes Rennen. Großartige Zweite wurden Henri Moser / Philipp Peter im Kessel Racing Ferrari vor Wolfgang Kaufmann / Alexander van der Lof im ARGO Lamborghini.. Anfangs dominierten Haase / Morbidelli das Rennen, nach einem Kontakt mit Kaufmann musste Morbidelli aber einen extra Boxenstop einschieben und verlor dadurch den möglichen Sieg. Mit Mamerow / Mamerow im Porsche und Seiler / Gerling in der Corvette fuhren vier verschieden Marken unter die ersten fünf.
Nach den eher kühlen beiden Vortage präsentierte sich der Rennsonntag in bester Manier mit sommerlichen Temperaturen und einem wolkenlosen Himmel. Freddy Kremer konnte am Start den Porsche 997 GT3 Cup mit Andreas Teichmann nicht halten und mußte diesen zunächst ziehen lassen. Bis zur fünften Runde brachte er sich aber wieder in Schlagdistanz zu Teichmann und überholte ihn zwei Runden später. An Position zwölf liegend gab Kremer zu Rennmitte an Preßlein ab, der den Speed der beiden Cup-Porsche aber nicht mitgehen konnte und diese ziehen lassen musste. Nach dem Ausfall zwei weiterer Porsche im Mittelfeld durch einen Horror-Crash wurde Preßlein dann an elfter Position geführt, die er dann auch mit ins Ziel brachte.
Mit einem Sieg von Gianni Morbidelli / Christopher Haase im Reiter Lamborghini endete das zweite ADAC GT Masters Rennen am Sonntag. Der zweite Platz ging wie bereits im Rennen am Samstag an Philipp Peter / Henri Moser im Kessel Ferrari. Mit einem starkem Stint verdrängte der EM-Führende Moser kurz vor Rennende die Sieger des Rennen am Samstag, Kox/von Thurn und Taxis auf Rang drei, nachdem er auf Thurn und Taxis gut 18 Sekunden in einer grandiosen Zeitenjagd aufholte und diesen 2,5 Minuten vor Rennende ganz cool überholte.
Mit ihren Leistungen durchaus zufrieden zeigten sich die beiden Piloten Kremer und Preßlein angesichts der Tatsache, daß beide bisher noch keine Gelegenheit zur ausgiebigen Testarbeit hatten. Aufgrund der späten Fertigstellung der GT3 Ferraris in Lugano vor dem ersten Rennwochenende in Silverstone ergab sich bisher kein Termin, an dem beide den Ferrari einen ganzen Tag auf einer Rennstrecke bewegen konnten. Daher blieben immer nur die kurzen Freien Trainings an den Rennwochenenden, die kaum ausreichten, ein so ausgreiftes Renngerät wie den Ferrari GT3 auf den Fahrer optimal einzustellen.
Am 18. Juli haben beide Fahrer erstmals die Möglichkeit, den GT3 in Hockenheim einen ganzen Tag lang auf Herz und Nieren zu prüfen und verschiedenste Set-up Einstellungen auszuprobieren. Für das nächste Rennen am Eurospeedway Lausitz könnte daher zumindest die Porsche-Fraktion gesprengt und ein Vorstoß in die Top-10 des GT-Masters-Feldes prognostiziert werden.
An diesem Rennwochenende konnten wieder zahlreiche Gäste des Kremer Racing Teams Rennluft schnuppern und genossen die Atmosphäre im Fahrerlager, auf den Tribünen und bei den FIA GT-1-Garage Tours in der Box der Lamborghini Murcielago und Maserati-Teams. Höhepunkt waren sicherlich die Taxifahrten im Ferrari GT3 mit Freddy Kremer und Ralf Preßlein am Samstag abend.
Das Kremer Racing Team begrüßte am Wochenende:
- Gäste des Hauptsponsors Rolf Leube & Partner GmbH
- Mitarbeiter der Multiconsult GmbH
- Gäste von Teamkollege Ralf Preßlein
- Christian Reif, Geschäftsführer der EuroCon GmbH
- Christopher Schulz, Allianz-Hauptvertretung
- Ramon Lahme, Engel & Völkers
- Jeannette Bieger, JB’s Events
- Chris Heinzl, Moderator
Das Kremer Racing Team legt nun eine vierwöchige Pause ein, denn das FIA GT3 Rennen in Spa am 28. und 29. Juli 2007 zählt nicht mit zur Meisterschaft und wird deshalb ausgelassen. Weiter geht es wieder am 4. und 5. August beim 3. Lauf des ADAC GT Masters am Eurospeedway Lausitz mit den Rennen der Beru-Top-10 im Rahmenprogramm.