Das erfolgreiche Fahrerduo in Monza
FIA GT3 European Championship
3. Runde – Monza 23. – 24. Juni 2007
Die traditionsreiche Rennstrecke mitten im Königlichen Park zu Monza war wieder einmal Gastgeber für das actiongeladene Rennwochenende der FIA GT1, GT2 und GT3 Rennen, abgerundet durch die Läufe der britischen Formel 3 International. Traumhaft schönes Wetter empfing die Piloten am Freitag abend; da die Veranstaltung nur auf Samstag und Sonntag ausgelegt war, sparten sich die Teams die Anreise schon am Donnerstag. Ein volles Fahrerfeld mit 37 gemeldeten Fahrzeugen der Marken Ferrari, Lamborghini, Corvette, Aston Martin, Dogde Viper, Ascari, Morgen Aero, Porsche und Ford GT sowie eine perfekte Mischung aus Profi- und Amateurrennfahrern versprach viele interessante Zweikämpfe und Rennsport pur in der Hitze von Monza.
Im dritten Rennen der Europäischen Meisterschaft stand Freddy Kremer der Ferrari-Challenge Pilot Konstantin Ioannidis zur Seite und diese Fahrerpaarung sollte sich für das Rennwochenende als äußerst erfolgreich herausstellen. Doch der Reihe nach. Aufgrund der 2-Tage-Veranstaltung war schon der Samstag sehr voll gepackt und begann für das Team mit dem ersten Freien Training um 11.25 Uhr. Freddy Kremer rapportierte schon in seiner ersten Runde Probleme mit der Lenkradeinstellung über Funk und mußte daher mehrmals die Box ansteuern. Im Laufe des ersten Trainings konnte das Team die Einstellung zwar etwas verbessern, schnelle Rundenzeiten waren aber nicht möglich.
Das zweite Freie Training um 14.00 Uhr lief dann problemlos und beide Fahrer konnten sich auf das perfekte Setup und die Strecke konzentrieren. Erst um 18.00 Uhr wurde dann das Qualifying gestartet und trotz der späten Stunde hing die Hitze immer noch wie eine Glocke über der Rennstrecke. Konstantin Ioannidis mußte aufgrund seiner Einstufung als Gaststarter das erste Zeittraining in Angriff nehmen. Schon hier zeigte sich, daß sich die Arbeit mit den Telemetrie-Daten gelohnt hatte, denn die Zeiten im zweiten Sektor der Strecke waren deutlich schneller als noch im Freien Training. Ioannidis konnte sich mit einer 1.57.3 auf einem hervorragenden 17. Platz qualifizieren. Kremer erzielte fast die gleiche Zeit wie sein Teamkollege, aufgrund der Profi-Dichte in seinem Qualifying aber reichte es nur für den 27. Startplatz.
Rennen 1 wurde am Sonntag morgen bei schwülen 36°C um 11.00 Uhr gestartet. Konstantin Ioannidis übernahm den Start und ein schwieriges Auto resultierend aus dem hohen Gewicht des vollgetankten Ferraris. Im Startgetümmel verlor er einige Plätze konnte sich aber schon nach drei Runden auf Platz 19 vorarbeiten, während an der Spitze ein erbitterter Dreikampf tobte, in dem auch der in der Meisterschaft führende Kessel-Ferrari involviert war. Auf Position 18 liegend übergab Ioannidis an Kremer, der sich bis Ende des Rennens noch auf Platz 15 vorschieben und sich als bester Ferrari im Feld plazieren konnte. Daraus resultierend erlebte Freddy Kremer gemeinsam mit Konstantin Ioannidis seinen ersten Podiumsplatz in diesem Jahr, da bei der Europäischen Meisterschaft nicht wie regulär die drei schnellsten Fahrer geehrt werden sondern die jeweils besten Fahrzeuge einer Marke.
Um 16.30 Uhr wurde Rennen 2 gestartet und diesmal fuhr Freddy Kremer den Start. Nach der ersten Runde kam er erst wieder Position 31 wieder an der Box vorbei, da es einige Fahrer beim Start wohl sehr eilig hatten und zu früh Gas gaben. Der Rennleitung entging das im Startgetümmel offensichtlich und die Sünder blieben ungestraft. In Runde 5 lief Kremer auf den Morgan Aero von Rennlegende Jaques Laffite auf und überholte diesen in Runde 8, schnappt sich dann noch einen Ascari und marschiert durch das Feld bis auf Position 25, die er dann an Ioannidis beim fliegenden
Wechsel übergab. Kurzfristig wurde dann Ioannidis aufgrund der Boxenstopps auf Position 28 geführt, doch durch eine beeindruckende Aufholjagd gelang es ihm bis auf Platz 23 vorzufahren. Mit seinem ehemaligen Teamkollegen aus der Ferrari Challenge im Nacken, dem Ascari-Fahrer Mikael Forsten, profitiert er vom Ausfall des Morgan Aero von Le-Roch und pflügte weiter durchs Feld. Auf Platz 18 liegend wurde dann schlußendlich sein Rennen durch das Fallen der Zielflagge beendet.
Die Ergebnisse beider Rennen sind für Kremer Racing ein großer Erfolg. Zum einen beendet der Podiumsplatz in Rennen 1 eine lange Durststrecke, denn seit dem Weltfinale in Mugello im Oktober 2005 gab es für Freddy Kremer keinen Pokal mehr. Zum anderen erwies sich die Fahrerpaarung Kremer/Ioannidis nicht nur als sehr erfolgreich sondern auch als äußerst harmonisch und positiv, sodaß ein weiteres Rennen in der Europameisterschaft angedacht wird.
Mit den beiden Fahrern freuten sich und feierten in Monza die Sponsoren und Gäste, die auf Einladung von Kremer Racing in die Lombardei gekommen waren:
Carsten Römer und Christiane Römer sowie
Alexander Streeb und Pia Streeb von der GECAM AG in Wangen
Holger Breiner von TOPLIVING München
Jeanette Bieger von JB’s Events aus Düsseldorf
Bereits in zwei Wochen muß Freddy Kremer wieder ans Steuer seines GT3-Ferrari, wenn in Oschersleben der zweite Lauf des ADAC GT Masters gestartet wird. Dann wird auch wieder Ralf Preßlein mit von der Partie sein, der sich schon sehr auf seinen zweiten Einsatz in der deutschen Meisterschaft freut.