FIA GT3 Europäische Meisterschaft
FINALE - 15. – 17. November in Dubai
Mit den beiden Finalläufen in Dubai endete am Samstag, 17.11.07 die erste Saison von Freddy Kremer in der internationalen FIA GT3 Serie. Mit dem griechischstämmigen Schweizer Konstantin Ioannidis als Teamkollege wollte der Stadtsteinacher am vergangenen Wochenende den zweiten Platz in der Ferrari-Wertung verteidigen. Doch der 2004 fertig gestellte 5,39 km lange Wüstenkurs hatte es in sich.
Sämtliche teilnehmenden Fahrzeuge sowie das gesamte Material, das in Containern nach Dubai verschifft worden war, wurde rechtzeitig am Mittwoch, den 14.11.07 an die Rennstrecke geliefert . Auch der Rennwagen von Freddy Kremer, der bedingt durch die lange Reparaturzeit nach Hockenheim, von Luxemburg mit dem Flugzeug ausgeflogen wurde, traf pünktlich ein. Die hohen Temperaturen und der ständig präsente Wüstensand wie auch die weiche Reifenmischung von Seriensponsor Michelin beeinträchtigten in den folgenden Tagen sowohl Setup-Einstellungen wie auch Rennperformance. Infolgedessen konnten sich Kremer/Ioannidis im ersten Freien Training am Donnerstag Vormittag nur auf Platz 27 platzieren. Im zweiten Freien Training am Nachmittag trat nach fünf Runden plötzlich ein Servopumpen-Defekt im Stint von Konstantin Ioannidis auf und vereitelte somit eine optimale Vorbereitung für Freddy Kremer. In den beiden Zeittrainings am Freitag Vormittag qualifizierten sich Kremer mit einer Bestzeit von 2.10.491 auf Platz 27 und Ioannidis mit 2.11.437 auf Platz 28.
Im ersten Rennen am Freitag Nachmittag startete Freddy Kremer aus der 12. Reihe und wurde bereits nach einer Runde an Position 19 geführt. Doch diese Position war letztendlich nicht zu halten. Die ans Ende des Feldes strafversetzte Riverside-Corvette wie auch der Ferrari der Meisterschafts-Anwärter Vannelet/Moser drängten in den nächsten Runden vorbei. Kremer konnte nach Zweikämpfen mit dem Ford GT von Heyer/Campenhout Position 20 beim Boxenstopp an Teamkollege Ioannidis übergeben. Ioannidis, der reichlich Rennerfahrung aus der Ferrari-Challenge mitbrachte und sich mühelos im GT3-Rennboliden zurechtfand, konnte das Tempo im Mittelfeld gut halten. Eine Boxendurchfahrts-Strafe wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse vereitelte am Ende jedoch eine Platzierung unter den Top-20 Fahrern und das fränkisch-schweizerische Team musste sich mit Platz 21 zufrieden geben.
Auch im zweiten Rennen am Samstag Nachmittag lief es alles andere als optimal für Kremer/Ioannidis. Aufgrund des Defektes aus dem Qualifying mußte Ioannidis aus der viertletzten Reihe starten. Mit einem Superstart kämpfte sich der erfahrene Challenge-Pilot direkt auf Position 22 vor und übergab nach 12 Runden an 21. Position liegend an Freddy Kremer. In Runde 18 löste der Crash von Ferrari No. 39 mit Paul Warren am Steuer und der Riverside Corvette eine Safety-Car-Phase aus. Zwei Runden später mußte Kremer mit einem Reifenschaden, den er sich durch das Überfahren von kleinen Trümmerteilen eingefangen hatte, die Box ansteuern. Nach kurzem Reifenwechsel konnte er das Rennen zwar wieder aufnehmen, sah schlussendlich aber die Zielflagge nur an 24. Stelle liegend.
In dem höchst spannenden bisweilen auch dramatischen Final-Rennen, in dem die blitzsaubere Leistung des Kremer-Ferrari sicherlich ein wenig unterging, sicherten sich die beiden Ferrari-Piloten Henri Moser und Gilles Vannelet die Europameisterschaft vor Lucca Piri und Jürgen von Gartzen auf der Corvette und bescherten einem überglücklichen Teamchef Loris Kessel bereits im ersten Jahr die Meisterschaft. Durch einen Sieg der Corvette-Mannschaft am Vortag schmolz der Vorsprung des Ferrari-Duos auf magere 4 Punkte. Am Start lauerte der Ferrari mit Henri Moser am Steuer in der dritten Reihe direkt hinter den Verfolgern, kam aber in Folge nicht an der Schwester-Corvette besetzt mit Klaus Ludwig vorbei. Das Team holte Moser zu einem frühen Boxenstopp herein, Vannelet’ Ausfahrt aus der Box war zu schnell, es folgte eine Stopp&Go-Strafe. Rein rechnerisch wäre jetzt das Corvette-Team Meister, doch dann kam die Safety-Car Phase. Vannelet geriet wieder in Schlagdistanz, überholte wie entfesselt fünf Kontrahenten inklusive die Corvette und ging als Zweiter über die Ziellinie. Der Jubel im Team war unbeschreiblich.
In der Ferrari-Fahrerwertung, in der insgesamt 17 Fahrer gewertet wurden, schloss Freddy Kremer mit 66 Punkten die Saison hinter den beiden Europameister auf Platz 2 ab.
Als Gäste des Kremer Racing Teams waren die Sponsoren Rolf Leube und Donna-Marie Schubert von Rolf Leube & Partner sowie Pia und Alexander Streeb von GECAM AG nach Dubai gereist.
Desweiteren konnten wir an der Rennstrecke begrüßen:
- Roger Rankel (Roger Rankel Vertriebstrainings)
- Jörg Aneser (Sports & Health GmbH u. Co. KG München)
- Albrecht Spindler (AS Grundbesitz & Beteiligungs GmbH) und seine Gäste
- Marie-Kristin Hoeß (Dubai Guesthouse)
- Jeanette Bieger (JB’s Events)
- Dr. Mansour Bitar (UAE Ajman Development & Investment Authority)
- Lourens Oberholzer (Senior Adviser Mondial Dubai LCC.)
München, 19.11.2007